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Copyright des einleitenden Textes und Bilder Anke Junginger

Weiße Seerose - Nymphaea alba

 

Über Nymphen

Nymphen sind geheimnisvolle Naturgeister, auf die man zunächst in der griechischen und römischen Mythologie trifft. Sie sind die Personifikation der Natur und ihrer Kräfte. Sie erscheinen als weibliche Gottheiten, die die Natur beseelen. Sie beschützen und bewachen bestimmte Plätze, Bäume, Quellen, Grotten, Berge, Bäume und Landstriche und treten auch den Menschen gegenüber freundlich und hilfreich auf. Nymphen leben sehr lange und sie werden zumeist als wunderschöne junge Mädchen dargestellt. Es heißt, dass sie bis zu 6.000 Jahre alt werden, sterben sie nach dieser langen Lebenszeit, stirbt auch die Pflanze oder Quelle, mit der sie verbunden sind. Nymphen lassen sich an stillen Orten nieder, sie meiden Lärm und Geschäftigkeit.

 

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Nymphen werden unterteilt in Dryaden, also Baum- und Waldnymphen, in Nereiden, das sind die Nymphen des Meeres, in Oreaden, die sogenannten Berg- und Grottennymphen und schließlich in die Najaden, die auch als Quellnymphen bekannt sind.

 

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Schon Goethe ließ sich von den Nymphen inspirieren und so tauchen sie sogar in seinen Gedichten auf. Hier finden wir die Mythologie bestätigt: Sie erscheinen vor allem in mondhellen Nächten, dann erklingt auch ihr wunderschöner Gesang und man kann sie beim Tanz beobachten. Auch der heilsame Aspekt wird bei Goethe beschrieben: die Nymphen leben in Felsen und Bäumen, an intakten Orten in der Natur, um die sich kümmern und die liebevoll schützen. Diese Kraft können die Nymphen auf die Menschen übertragen und sie heilsam berühren – ob Seele oder Körper, die Nymphen besitzen eine wohltätige Wirkung. So schenken sie Trost, sie können Rat geben und auch Glück verheißen...

 

 

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Geweihter Platz

Wenn zu den Reihen der Nymphen, versammelt in heiliger Mondnacht,
Sich die Grazien heimlich herab vom Olympus gesellen,
Hier belauscht sie der Dichter und hört die schönen Gesänge,
Sieht verschwiegener Tänze geheimnisvolle Bewegung.
Was der Himmel nur Herrliches hat, was glücklich die Erde
Reizendes immer gebar, das erscheint dem wachenden Träumer.
Alles erzählt er den Musen, und dass die Götter nicht zürnen,
Lehren die Musen in gleich bescheiden Geheimnisse sprechen.

 

- Johann Wolfgang von Goethe, 1749 – 1832 -

 

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Einsamkeit

Die ihr Felsen und Bäume bewohnt, o heilsame Nymphen,
Gebet jeglichen gern, was er im Stillen begehrt,
Schaffet dem Traurigen Trost, dem Zweifelhaften Belehrung,
Und dem Liebenden gönnt, dass im begegne sein Glück,
Denn euch gaben die Götter, was sie den Menschen versagten,
Jeglichem, der euch vertraut, tröstlich und hilfreich zu sein.

 

- Johann Wolfgang von Goethe, 1749 – 1832 -

 

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Quellen:

Die Informationen zu den Nymphen stammen aus dem Buch "Vollständiges Wörterbuch der Mythologie aller Nationen" von Dr. W. Vollmer, Stuttgart, 1836.

Goethe, Johann Wolfgang, Hrsg. Hellen, Eduard von der, Goethes sämtliche Werke, Stuttgart und Berlin, J.G. Cotta’sche Buchhandlung um 1900.

 

 

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