Zauber der NaturgärtenCopyright Text und Bilder Anke Junginger
Naturnahe Gärten – kleine Paradiese und Oasen für VögelAuf einer Seite über Elfen und Naturwesen muss man sich auch Gedanken über das kleine Himmelsvolk machen: Vögel bringen Leben in unsere Gärten, sie vernichten Schädlinge und schenken Freude. Was wäre ein Morgen im Garten ohne das fröhliche Gezwitscher: Gute Laune pur und das schon so früh. Das steckt an! Und schon blickt man zum Himmel, man sucht die Bäume und Sträucher ab und versucht die kleinen Frühaufsteher zu entdecken. Es klingt so unbeschwert und schlechte Laune verfliegt sofort! Aber leider wird es in vielen Gärten immer stiller – das geht ganz langsam, oft nimmt man es erst nach Jahren wahr. In meiner Kindheit haben sich im Winter viele Vögel am Futterhäuschen getummelt – heute freut man sich, wenn ein paar Meisen gelegentlich vorbeikommen. Ich habe es erst gar nicht bewusst wahrgenommen, aber es sind immer weniger geworden... So habe ich mich gefragt woran das wohl liegen kann und was man dagegen unternehmen kann... Leider sind die meisten Gärten heute in dicht besiedelten Gebieten sehr klein und so werden bei der Gartengestaltung oft vordergründig „praktische“ Pflanzen bevorzugt. Sicher, eine Thuiahecke ist blickdicht – aber für Vögel hat sie wenig Nutzen. Weder als Nahrungslieferant, noch als geeigneter Nistplatz. Eine Hecke die nur wenigen Tieren nützt? Langweilig und uninteressant. Zugegeben Thuias sind schön, es sind ja auch Lebensbäume – einer oder zwei sehen in Gärten auch schön aus. Es ist einfach wie immer im Leben: Die Vielfalt ist eine Bereicherung! Wer Leben in seinen Garten bringen möchte, der sollte sich für einheimische Pflanzen entscheiden. Ganz nach dem Gesichtspunkt: Welche Pflanzen schenken Vögeln und Insekten Nahrung, wo können Vögel ungestört und geschützt Nester bauen und ihre Jungen aufziehen, wo können Igel überwintern. Echsen lieben zum Beispiel die sonnigen Trockenmauern eines Steingartens, auch sollte man sich Gedanken machen, wo Kröten und Frösche Unterschlupf finden. Wer aus seinem Garten ein kleines Paradies für Tiere gestalten möchte, der kann dies mit einfachen Mitteln erreichen. Vor allem die gefiederten kleinen Luftikusse sind allseits beliebt - wer hat nicht gerne Vögel in seinem Garten? Wie locke ich die kleinen Kerlchen also an? Am besten mit den geeigneten Pflanzen. Nicht alleine was uns gefällt macht einen Garten zu einer Wohlfühloase für Mensch und Tier – ein wichtiger Aspekt ist eher: Welche Pflanzen nützen den Tieren. Und was Tiere lieben, ist für uns Menschen auch oft viel besser als Pflanzen mit reinem Zierwert.
Vogelschutzgehölze bevorzugt
Vögel füttern – ja oder nein? Ganzjahresfütterung contra Winterfütterung
Aber bitte nichts übereilen, denn wer sich für die für die Fütterung entscheidet, übernimmt auch Verantwortung. Bitte nur vogelgerechtes Futter, keine Essensreste vom Tisch verfüttern. Dabei immer auf Qualität achten – das Futter muss einwandfrei und hochwertig sein. Auf Sauberkeit am Futterhäuschen achten. Und zu guter letzt: Gift hat im Garten nichts zu suchen! Ich habe selber festgestellt, dass Meisen den ganzen Tag zum Futterhaus kommen, um sich kleine Leckerbissen zu holen. Zum Dank drehen sie zwischendurch jedes Blatt im Garten um, auf der Suche nach einer saftigen Nachspeise. Schädlinge ade! Ach ja, und was die Vögel übersehen, das holen sich auch gerne Marienkäfer, Igel und Kröten. So stellt sich in ihrem Garten schnell ein ganz natürliches Gleichgewicht ein. Wer sich für dieses Thema interessiert, der findet weiterführende Tipps und Informationen in dem Buch „Vögel füttern - aber richtig“ des Ornithologen Prof. Dr. Peter Berthold, erschienen im Kosmos Verlag. Bleibt noch zu erwähnen, dass auch die Heinz Sielmann Stiftung in der ganzjährigen Fütterung eine Möglichkeit sieht, unsere Lebensqualität zu erhalten.
Viele weitere hilfreiche und interessante Informationen, sowie Rezepte für die Herstellung von Vogelfutter finden sich auch auf der Seite www.wildvogelhilfe.org |